Das barrierefreie Farbkonzept

Ziel war es, mit dem Farbkonzept folgende Punkte zu erfüllen:

  • Farbliche Barrierefreiheit zu erzielen, d.h. dass Kontraste für die Sichtbarkeit bei Sehbehinderungen eingesetzt werden.
  • Wohlgefühl durch Farbgestaltung zu erreichen, d.h. Farben beeinflussen die Psyche und gestalten die Atmosphäre.
  • Sicherheit durch farbliche Führung zu erreichen, d.h. Farben werden als Wegweiser eingesetzt.
  • Selbstständigkeit zu ermöglichen und zu fördern, d.h., dass die Erkennbarkeit gefördert wird und dadurch auch die Selbständigkeit (z.B. durch blaue Türzargen für die sanitären Anlagen).
  • Sturzprävention, d.h. Stürze durch Verringerung von optischen Stolperfallen zu minimieren (gleichfarbige Möbel werden schlechter wahrgenommen, als z. B. der helle Stuhl auf dem dunklen Boden).

Da unser Sehen ein komplexer Vorgang ist, umfasst es nicht nur das räumliche Sehen, das Dämmerungssehen und die Anpassung an die wechselnde Helligkeit, sondern auch die Farbwahrnehmung.
Abhängig ist die Wahrnehmung von der Leuchtdichte, dem Kontrast und der Beleuchtung, vom Standort und der Größe des Elementes.

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte wurden somit in der Tagespflege die farbliche Gestaltung und die Möblierung / Einrichtung zusammengestellt.

Das Farbkonzept soll den Tagesgästen die Möglichkeit geben, sich besser orientieren zu können, ihre Selbstständigkeit soweit wie möglich zu erhalten bzw. sogar wiederzufinden, indem Orientierungspunkte (ein-)gesetzt wurden.